Plätze und Gelegenheiten, überall.

Platz ist fast überall, oder eben jene "Places". Ich habe viele gesehen in den letzten Jahrzehnten, in vielen Ländern, zu vielen Gelegenheiten. Nicht überall war es "lost & lonely". Ich mochte es dennoch, dort gewesen zu sein. Doch was vor allem geblieben ist: ich möchte mich nicht beengen lassen. Ohnehin geht es mir darum: Wo will ich hin, warum - wo kann ich bleiben, wann.

Vor allem will ich hin zu den, ich nenne diese mal so, "abtrünnigen" Orten . Dafür gibt es meist irgendwelche Ideen, Erinnerungen und Kriterien, aber in der Regel keine Anlässe, Restriktionen oder Vorurteile. Ohnehin, wer unterwegs sein will, muss offen sein. Offen sollen auch meine Berichte sein, voller Perspektiven meine Bilder. Meine Plätze bekommen hier eine Struktur und eine Idee: Weg von den Massen, und genauso weg von den "Must-have-to-see"-Tipps, fort von den Attitüden des Hypes und ohnehin alle beliebig austauschbaren Erlebnisse möglichst meidend. Reisen, Unterwegsein, Urlaube sind für viele kein Ereignis mehr im Leben, sondern zur Routine oder Belanglosigkeit geworden. Doch wer nicht weggeht, kommt nirgendwo hin oder wieder, geschweige denn im Leben letztlich weiter. Bin ich deshalb unterwegs?


Ich mag Alltage und Entdeckungen, die nicht spektakulär, sondern einfach möglich sind. Ich kann und mag mich einlassen auf Einheimisches und Übliches. Das gehört zur Welt ebenso dazu wie all das Sichtbare, Spürbare, Unmittelbare eines jeden Ortes. Dafür mache ich mich hin und wieder auf den Weg. Zwischendurch reise ich auch immer wieder an "übliche" Orte, mit anderen Zielen, Details, Blicken, Aufgaben, Befindlichkeiten. Und ohne hier groß ein Wort darüber zu verlieren. 

Schließlich ist es am Ende überall und immer empfehlenswert, auf Örtlichkeiten und Gelegenheiten ein Auge zu haben. Nicht zu vergessen: ein Wort in Landessprache, ein zugewandter Blick am Marktstand oder eine freundliche Geste im Bus gehören bei allen Reisen mit ins Gepäck.